Die erste Schicht darf satt wirken, doch sie gehört im richtigen Moment abgenommen. Arbeiten Sie abschnittsweise, lesen Sie das Reflexlicht, und lassen Sie keine Pfützen stehen. Offene Poren werden gefüllt, Fasern saufen sich voll und beruhigen sich. Danach atmet die Fläche frei, ohne zu kleben. Dieser Start entscheidet, ob späterer Glanz edel tief oder spröde aufgesetzt erscheint und Pflege wirklich Freude macht.
Nach dem Anziehen fühlt sich die Oberfläche leicht rau an. Ein zarter Schliff mit hoher Körnung oder das Reiben mit Leinen richtet die Mikrostruktur aus. So verschwinden Staubnester, die Haptik wird samtig, und die nächste Schicht verankert besser. Diese behutsame Korrektur stärkt die Gesamtschicht, ohne den Charakter zu bügeln. Weniger Druck ist hier mehr, damit die Tiefenwirkung erhalten bleibt.